Zwei Männer schauen sich an, einer hat ein Tablet in der Hand

Mehr Medienkompetenz für digitale Grünschnäbel

Modellprojekt „Rookie“ schult Menschen mit Behinderung in der Nutzung digitaler Medien

Der Alltag gestaltet sich zusehends digitaler. Nicht alle Menschen können da Schritt halten. Vor allem für Menschen mit Behinderung ist es schwierig, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden. Die Lebenshilfe Brakel, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, möchte das ändern. Mit ihrem Projekt „Rookie“ will sie das Thema digitale Teilhabe vorantreiben und zeigen, wie diese funktionieren kann.

Projekt für Internet-Anfänger*innen

Das englische Wort „rookie“ bedeutet übersetzt „Neuling“ oder „Anfänger*in“ und an solche Internet-Neulinge wendet sich das von Stiftung Wohlfahrtspflege geförderte Modellprojekt für Menschen mit Behinderung. Im Rahmen des Projekts probieren Klient*innen und Mitarbeitende der Lebenshilfe Brakel aus, wie sie die Nutzung digitaler Medien im Alltag verbessern können. Das soll zum Beispiel auch dazu befähigen, in Ausnahmesituationen wie der Corona-Pandemie, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten und digitale Medien als Kontakt-, Kommunikations- und Freizeitmöglichkeit nutzen zu können. 

190 Menschen geschult

Zur Umsetzung des Projekts wurden die Einrichtungen der Lebenshilfe Brakel mit vielfältigen digitalen Medien ausgestattet. So wollen die Verantwortlichen Zugänge schaffen und individuelle Barrieren abbauen. Ein besonders wichtiger Baustein des Projekts sind die vom PIKSL Labor Kassel durchgeführten Schulungen zur Stärkung der Medienkompetenz für rund 190 Klient*innen und Mitarbeitende. Darüber hinaus werden in allen Einrichtungen und Diensten inklusive Expert*innen-Tandems geschult, die dort als Medienscouts für Fragen und Verbesserungsideen zur Verfügung stehen. Dies soll die Nachhaltigkeit des Projektes dauerhaft sichern. 

Wissenschaftliche Begleitung des Projekts

Die Fachhochschule Bielefeld begleitet das Modellprojekt „Rookie“ wissenschaftlich. Ziel ist es, Rückschlüsse auf eine veränderte Mediennutzung und die Verbesserung der Teilhabemöglichkeiten zu ziehen und herauszufinden, welche Medien und Fortbildungsangebote dafür am besten geeignet sind. 

 

Bild: ©Lebenshilfe Brakel