Der KSL-Türnanhänger hängt an einer geschlossenen Tür

Türanhänger für das Krankenhaus

Unsicherheiten bei Krankenausaufenthalt von Menschen mit Hörbehinderung oder Taubblindheit abbauen

Wenn ein Mensch mit einer Hörbehinderung oder Taubblindheit Patient*in im Krankenhaus ist, ist das sowohl für den Menschen selbst als auch für das Klinikpersonal eine große Herausforderung. Das Essener „Kompetenzzentrum Selbstbestimmt leben – Für Menschen mit Sinnesbehinderung“ (KSL-MSi-NRW) hat Türanhänger entwickelt, die den Mitarbeitenden des Krankenhauses schon vor Betreten eines Zimmers signalisieren soll, dass dort ein Mensch liegt, der sie nicht auf Anhieb versteht. Träger des KSL-MSi-NRW ist der Rheinische Blindenfürsorgeverein Düren, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW.

Die Türanhänger sollen dabei helfen, Unsicherheiten abzubauen und die Kommunikation mit Patient*innen mit einer Hörbehinderung oder Taubblindheit erleichtern. Sie geben erste wichtige Tipps und Hinweise für Notfallsituationen. Ein QR-Code zum Einlesen mit dem Smartphone führt zu weiteren wichtigen Informationen zum Umgang und zur Kommunikation. Die Türanhänger sind Teil der Kampagne „Inklusive Gesundheit“ der Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben. Sie sind auf der Internetseite des KSL-MSi-NRW zum Herunterlanden verfügbar.

Die Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben unterstützen in allen Fragen rund im das Thema Behinderung. Sie haben die Aufgabe, zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in NRW beizutragen. In jeder Region Nordrhein-Westfalens gibt es ein Kompetenzzentrum. Die Standorte sind Bielefeld, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Münster. Zusätzlich gibt es das KSL-MSi-NRW mit Sitz in Essen, das landesweit zuständig ist. Es ist ein Zentrum für Menschen mit Hörbehinderung, Sehbehinderung oder Taubblindheit.